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Die erste Dogge, dann die zweite und wie es weiter geht...
 
Nachdem Christoph seinen Kindertraum einmal äusserte, dauerte es noch eine ganze Weile bis wir uns ernsthaft mit den Gedanken “Hund“ beschäftigten. Gegen Ende 1990 kamen wir wieder auf dieses Thema zurück. Diesmal wurde allerdings alles ernsthaft diskutiert, denn wenn ein Vierbeiner, dann nur ein grosser, das war auch für mich klar. Wir besuchten einige Doggenzüchter und Mitte Februar 1991 erhielten wir dann von Ueli Blattner Bescheid, dass es junge Döggeli gegeben hat und wir uns eines aussuchen dürfen.
 
Als wir nach vielen Besuchen und vielen Fotos unsere kleine Bora nach 12 Wochen abholen konnten, machte ich mir noch einige Gedanken und hoffte, dass alles klappen würde. Bald merkten wir, wie problemlos alles vor sich ging und wir an unserer Dogge Riesenfreude hatten.
Nach einem Erziehungskurs wollte Christoph noch etwas mehr mit Bora arbeiten. Gerade in dieser Zeit erfuhren wir, dass eine neue Arbeitsgruppe für Deutsche Doggen im Raume Fricktal gegründet wurde. Obwohl dieser Ort für uns aus Wald dem Zürcher Oberland nicht gerade am Weg lag, entschlossen wir uns beizutreten.
   

Von da an besuchten wir regelmässig die Hundeschule in Eiken, unter der Leitung von Werner Haag. Wir haben viel gelernt von diesem Fachmann, hatten aber nebenbei auch viele andere gemütliche Stunden in dieser Gruppe verbracht.
Bora freute sich wirklich jede Woche auf den Hundeplatz: jedesmal beim Abzweiger Oeschgen stand sie auf und fing mit ihrem Schwanz an zu wedeln.
Bei der ersten BH 1 Prüfung ging noch nicht alles reibungslos, doch mit weitertrainieren und mehr Erfahrung gelang es Christoph, mit Bora im Jahre 1993 die SCDD Klub-Prüfung zu gewinnen. Die Freude war riesengross, auch nahmen sie an BH 1  Prüfungen, mit allen Rassen zusammen, teil. Wir stellten fest, dass man auch mit einer Dogge eine sehr gute
BH 1 Prüfung absolvieren kann.



Als Bora dann 5 Jahre alt war, wurde uns der Weg doch ein wenig zu weit und wir hatten ja einen sehr gut erzogenen Hund und genossen nun mit ihr vieles andere.
Mit 8 ½ Jahren musste unsere heiss geliebte alte Hündin während unserer Ferien einge-
schläfert werden. Sie hatte einen Magentumor. Wir waren nicht erreichbar und der Schock, als wir nach Hause kamen, war gross. Wir vermissten unsere Kameradin und treue Begleiterin sehr. Ich meiner Trauer erwähnte ich, dass ich nie, nie mehr einen Hund wolle. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, einen zweiten Hund je wieder so ins Herz zu schliessen.

Doch Christophs Gedanken waren anders, und er hatte den Wunsch nach einem neuen Kameraden. So erkundigte er sich, wo es zur Zeit junge Doggen hatte oder in nächster Zeit auf die Welt kamen. Bald besuchten wir Silvia und Georg Waldner und vom 23.9.99 an waren wir wieder jede Woche in Kaisten. Mein Herz öffnete sich und schon in den ersten Wochen merkte ich, wie gut einem diese jungen herzigen Döggeli taten.
Mitte Dezember, nach 12 für uns viel zu langen Wochen, nahmen wir unsere Taja nach Hause. Dieser kleine Wildfang fühlte sich sehr rasch wohl bei uns.
Nach Welpenspiel-Stunden folgte regelmässiges Arbeiten in einem Hundeclub. Wieder beobachtete ich, die immer dabei war, wie Taja sich sehr freute um auf den Hundeplatz zu gehen. Sie hat Temperament und doch ist sie so anhänglich und liebt es, mit uns einen Sofa-Fernsehabend zu geniessen. Wenn dann noch das Cheminéefeuer brennt, vergeht sie fast vor „Wöhli“ in ihrer Haut.




Das Ziel im Herbst 2001, eine BH 1 Prüfung zu bestreiten, stand fest. Am 21. Oktober war Christoph + Taja in Eiken auf dem Hundeplatz, um zu zeigen, dass eine Dogge nicht nur ein Sofahund ist, sondern auch Spass am Arbeiten hat.
Mit 286 Punkten gewann Christoph mit unserem 2-jährigen Hund die SCDD Klub-Prüfung von insgesamt 10 Doggen. Von total 27 Vierbeinern aller Rassen wurden sie Dritte, die nächste deutsche Dogge stand auf dem 5. Platz !!!!
Im 2002 erreichte Christoph mit Taja an der SCDD-Club Prüfung sogar 288 Punkt, allerdings wurden  sie Zweite, da Tajas Schwester Tamira die Prüfung mit 289 Punkten gewann.
 
Nebenbei besuchten wir immer wieder Ausstellungen und mussten feststellen, dass wir nicht nur einen erfolgreichen Hund beim Arbeiten haben, sondern auch an Ausstellungen. In der Zwischenzeit erreichten wir mit Taja etliche V1. Im Mai 2002 in St. Gallen erhielten wir am Sonntag sogar ein BOB. Die schönste Dogge des Tages zu sein und am Abend unter allen Rassen auftreten zu dürfen, da hatten wir doch eine Riesenfreude.
 

Nach Gesprächen mit Hr. Meier (Zuchtwart) und vielen anderen Überlegungen kamen wir zum Entschluss, dass wir von unserer Taja sehr gerne Nachkommen hätten und es wagen möchten, unter die Züchter zu gehen.
Nach der Ankörung begannen wir uns nach einem Rüden umzuschauen. Nach kurzer Zeit war „Migelangelo“ für uns der Favorit.
Die Läufigkeit ist eingetroffen und einer Reise nach Deutschland steht nichts mehr im Wege.
 
Wenn alles weiter so gut klappt, wird wohl Taja anfangs Mai 2004 stolze Mutter von jungen Döggeli sein. Dass wir ein Junges für uns behalten, ist ja klar. Ich freue mich jetzt schon, endlich auch mit einem grossen Hund arbeiten zu dürfen.

Leider hat es nicht geklappt und unsere Taja ist leer geblieben.